Die Mahabodhi Society in Bangalore

Die Mahabodhi-Society in Bangalore / Karnataka / Südindien wurde vom Ehrwürdigen Mönch, Ven. Acharya Buddharakkhita, vor rund 50 Jahren gegründet. Seitdem  haben seine Visionen und Ziele klare Formen angenommen: Buddhismus als Basis für eine friedvolle Welt und ein glückliches Leben, gekoppelt mit sozialem Engagement.

Das Ziel der Maha Bodhi Society besteht in der Schaffung und Erhaltung bedeutungsvoller Handlungsprogramme, die den Prinzipien des Buddhismus folgen. Diese Aktivitäten umfassen:

  1. Einrichtungen zur Verfügung stellen, in denen man die Hingabe, die Inspiration und Verpflichtung an das Gute üben und pflegen kann.
  2. Die Lehre des Buddha den betreuten Zöglingen verständlich zu machen.
  3. Einrichtungen zur Verfügung stellen, die familiäre Zeremonien mit dem Dhamma verknüpfen.
  4. Institutionen gründen, die das soziale Netz stärken.
  5. Die Freundschaft zwischen unterschiedlichen Religionen fördern.

Die nebenstehende Karte gibt eine Übersicht über die Orte in Indien, an denen die Mahabodhi Society humanitär tätig ist.

Um die oben genannten Ziele zu erreichen, wurde in der Mahabodhi Society der soziale Zweig "Mahabodhi Maitri Mandala" eingerichtet.

Hauptverbindungsmann zwischen Mahabodhi / Bangalore und der DBHV ist unser geliebter Mönch Bhante Ananda (siehe Foto). Er kennt die Mentalität der europäischen Unterstützer von Mahabodhi und ist wichtig für unsere eigene Motivation und unseren Zusammenhalt. Er kommt fast jedes Jahr und besucht die DBHV oder die anderen Mahabodhi-Unterstützer in der Schweiz, Frankreich, Belgien, wobei er auf die aktuellen Bedürfnisse von Mahabodhi aufmerksam macht und auch Meditations-Retreats oder Dhamma-Vorträge abhält.

Mahabodhi Projekte

Wir beschreiben kurz diejenigen sozialen Mahabodhi-Projekte, die derzeit von der DBHV durch Patenschaften und Spenden unterstützt werden. Weitere Details lesen Sie (in Englisch) auf der WebSite der  Mahabodhi-Society in Bangalore. Auch das jährlich im Herbst von Mahabodhi Maitri Mandala herausgegebene Magazin AMITA gibt immer wieder ausführliche und authentische Berichte über die Mahabodhi-Projekte.

Mahabodhi Heimschule in Mysore ("Carla Students Home")

Bei der Heimschule in Mysore / Karnataka / Südindien handelt es sich um ein Projekt, um bedürftigen Kindern in Indien wenigstens kostenlose Bildung, Unterbringung, Verpflegung sowie medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen. Die Kinder stammen aus den ärmsten Regionen Indiens. Ihre Eltern sind entweder tot oder haben aufgrund der Armut nicht die Möglichkeit, ihren Kindern den Besuch einer Schule zu ermöglichen. Hauptunterstützer beim Aufbau des Heims und der angegliederten Schule waren und sind die Schweizerische Schwester-Organisation Mahabodhi Metta Foundation, daher heißt das Kinderheim in Mysore auch "Carla Students Home" (CSH) nach der schweizer Stifterin. Die DBHV ist an den Patenschaften für die Kinder von CSH beteiligt.

Wohlfahrt für arme Leute kann nur durch Bildung erreicht werden. Bildung kann zahllose soziale Probleme lösen. Ein einziges Kind, dem es ermöglicht wird, die Schule zu besuchen, kann Licht in die gesamte Familie bringen. Da die Schüler ausschließlich aus armen Familien stammen, ist für sie die Bildung, Unterbringung, Verpflegung und medizinische Versorgung absolut kostenfrei. Neben dem regulären Lehrplan werden die Schüler in folgenden Themen ausgebildet

  1. Die Bildung der menschlichen Entwicklung
  2. Die Charakterentwicklung
  3. Meditation und Förderung des Geistes und der Kraft der Konzentration
  4. Religiöse Studien um moralische Werte zu schulen
  5. Kulturelle und biographische Studien
  6. Umweltbewusstsein
  7. Entwicklung handwerklicher Fähigkeiten
  8. Gesundheitserziehung

Die Schüler werden nach Möglichkeit bis zur 12. Klasse unterrichtet. Die Schule ist auch darum bemüht die Schüler bei der Suche nach Sponsoren für ein nachfolgendes Studium zu unterstützen. Durch ihre Bildung haben die Schüler nach Beendigung ihres Schulbesuchs die Möglichkeit, entlohnte Arbeit zu finden, gute Bürger zu werden, welche ihren Eltern, der Familie, der Gesellschaft und der Welt dienen.

Mahabodhi Schul-Projekt, Diyun, Arunachal Pradesh

Arunachal Pradesch liegt im Nord-Osten Indiens und grenzt an China und Myanmar an. Obwohl dieses Gebiet reich an natürlichen Ressourcen ist, ist diese Region eine der unterentwickeltsten in Indien. Es gibt keine Eisenbahn-Verbindung innerhalb der Region und die meisten Straßen und Wege sind während der Regenzeit unbefahrbar. Medizinische Versorgung ist nur in wenigen Orten verfügbar. Fließendes Wasser, Strom und Telefon sind keine Selbstverständlichkeit und das Ausbildungswesen steckt praktisch in den Kinderschuhen. Es herrscht weit verbreiteter Analphabetismus. Wegen der dauernden schwelenden Grenzkonflikte mit China benötigen sogar Inder eine Bewilligung um diese Region bereisen zu dürfen.

Die Mahabodhi Society Bangalore hat vor Jahren begonnen, Kindern aus dieser Region eine Ausbildung zu bieten. Das Ziel besteht darin, durch die neuen Projekte in Arunachal Pradesh den Kindern direkt vor Ort eine gute Ausbildung zu ermöglichen, die Werte dieser reichen Kultur zu erhalten, soziale Missstände zu beseitigen und Entwicklungsmöglichkeiten für die junge Generation zu schaffen. Verantwortlich für die Mahabodhi-Projekte in Diyun ist der Mönch Ven. Kassapa Thera. Unterstützt wird er von Ven. Bhikkhu Dhammaloka und Dhammacitta.

Der Erfolg des Mahabodhi-Schulprojektes in Mysore ermutigte uns zu diesem neuen Projekt in Arunachal Pradesh. Im Jahre 2003 wurde in Diyun zunächst eine behelfsmäßige Schule eröffnet. Im Sommer 2008 besuchten bereits 282 Kinder - Jungen und Mädchen - die verschiedenen Klassen vom Kindergarten bis zur 8. Jahrgangsstufe (heute, 2015, bis zur 10. Jahrgangsstufe). Vier neue Klassenräume sowie ein Toilettengebäude (in Indien alles andere als selbstverständlich) konnten zwischenzeitlich fertig gestellt werden. Die Schule verfügt außerdem über eine Meditationshalle, einen Speisesaal, einen PC-Raum und einen Spielplatz. Auch Räume für die Mönche wurden gebaut, hieraus soll sich ein kleines Kloster entwickeln.

Die Mahabodhi-Schule in Arunachal Pradesh bietet eine ganzheitliche Ausbildung. Genau wie in Mysore wird auf folgende Punkte Wert gelegt:

  1. Moralische und spirituelle Ausbildung

  2. Meditation, um den Geist zu entwickeln

  3. Charakterbildende Schulung

  4. Ausbildung im humanitären Bereich

  5. Schulung des Umweltbewusstseins

  6. Studien in Kulturgeschichte

  7. Handwerk, Geschicklichkeit

  8. Gesundheit und spezielle Ausbildungs-Camps

Mädchen-Heim, Diyun, Arunachal Pradesh

Dank der Spendenbereitschaft zahlreicher Menschen in Deutschland, der Schweiz und anderen europäischen Ländern konnte im April 2007 auch ein Wohnheim für Mädchen, das Rita Girls Home, eingeweiht werden. Rita ist eine der großzügigen Stifterinnen der Schweizer Schwester-Organisation Mahabodhi Metta Foundation. Da Mädchen in Indien sowohl in Sachen Ausbildung als auch in anderer Hinsicht benachteiligt sind, wurde zunächst für sie ein Wohnheim gebaut. Das Gebäude bietet Mädchen aus armen Familien unentgeltliche Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung. Im Rita Girls Home leben derzeit 134 Mädchen, insgesamt 250 sollen dort einmal Platz finden.  Auf dem Land, auf dem die Gebäude stehen, werden u.a. Ingwer, diverse Gemüsesorten und Bananen angebaut. Dank eines erfolgreichen Spendenaufrufs für den Kauf mehrerer Kühe ist nun auch die regelmäßige Versorgung der Mädchen mit Milch sichergestellt.  Sobald genug Geld zur Verfügung steht, soll in Diyun auch ein Wohnheim für Jungen gebaut werden.

Weitere im Aufbau befindliche Projekte in Tawang und Namsai / Arunachal Pradesh

Tawang liegt im Westen von Arunachal Pradesh. Es ist eine langwierige Reise, nach Tawang zu gelangen: Die "Straßen" sind eher wie Eselspfade, und es gibt keine Bahnverbindung und keinen Flugplatz in der Nähe. Dort ist ein weiteres kleines Mahabodhi-Zentrum entstanden. Es besteht eine Mahabodhi Schule, das Mahabodhi Maitri Mädchenheim und das Mahabodhi Karuna Altersheim für mittellose alte Menschen ohne Familienanschluss. Das Altersheim muss weiter ausgebaut werden. Auch die Schule und das Mädchenheim sind Schritt für Schritt ausbaubedürftig. Dort treiben die Mönche Ven. Panyarakkhita und Ven. Mettaya, die in Bangalore ausgebildet wurden, den Aufbau des Zentrums voran.

Jüngstes Projekt, das noch ganz in den Anfängen steckt, ist eine weitere Schule sowie ein Wohnheim für Mädchen in Namsai, ca. 50 Kilometer nordwestlich von Diyun. In der Region gibt es für viele Kinder überhaupt keine Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Deshalb traten Vertreter verschiedener Stammesgemeinschaften an Mahabodhi heran und äußerten den Wunsch, dass auch ihren Kindern eine Ausbildung ermöglicht werde. Die Dorfgemeinschaften haben Mahabodhi Bangalore dafür ein Stück Land zur Verfügung gestellt. Das Projekt soll nach dem Vorbild von Diyun konzipiert werden und zunächst mit 25 Schülerinnen starten. Für die erste Phase des Projekts werden ca. 33.000 Euro benötigt, insgesamt wird der Aufbau der Schule und des Wohnheims ca. 92.000 Euro kosten.

Die Erfahrung zeigt, dass die Bereitstellung von Ausbildung und Ausbildungsmitteln die beste Hilfe für arme Menschen ist. Daher bitten wir Sie, uns bei diesem ganzheitlichen Hilfsprojekt tatkräftig zu unterstützen. Bitte helfen Sie uns großzügig, indem Sie eine Kinder- oder eine Förder-Patenschaft übernehmen.